BERLIN, 15. Oktober 2009 (Agenture)) - Iranische Agenten bedrohen in Deutschland Oppositionelle der islamischen Regierung nach den umstrittenen Wahlen im Juni und Teheran macht sogar Druck auf Berlin, die Proteste einzudämmen. Das berichtete eine TV Sendung in Deutschland am Donnerstag.
“Wir wissen, dass der iranische Geheimdienst seine Mitarbeiter in den Demonstrationen mitlaufen lässt”, zitiert Panorama (eine Sendung im öffentlichen Fernsehen der ARD) einen stellvertretenden Vorsitzenden des deutschen Geheimdienstes.
„Wir haben Beweise, dass Menschen gefilmt wurden, dass die Mitarbeiter Personen identifizieren wollen“ sagte der Geheimdienstmitarbeiter Manfred Murck in der Sendung, die am Donnerstag abend ausgestrahlt werden wird ( 21.45 Uhr –22.15 Uhr im ARD, Anmerkung des Übersetzers).
Panorama zitiert iranische Oppositionelle und Quellen der iranischen Botschaft. In ihnen heisst es, dass Agenten Menschen mit Telefonanrufen belästigen und damit drohen, sie zu verhaften, wenn sie ihre Verwandten im Iran besuchen.
Er berichtet auch, dass das deutsche Außenministerium „wiederholt Anfragen von der iranischen Regierung erhalten habe, die unabhängige Berichterstattung über Aussagen von in Deutschland lebenden Iranern einzuschränken.“
Der Iranische Botschafter in Deutschland, Ali Reza Scheich Attar, weist dies zurück.
„Es gibt keine Briefe oder schriftliche Nachrichten von uns in dieser Angelegenheit. Es werden eine Menge Lügen in den Medien über die Proteste verbreitet“, sagt er gegenüber Panorama.
Die iranische Botschaft in Berlin gab bisher keine Stellungnahme ab.
Der Iran sah riesige Proteste nach der Bekanntgabe der Wiederwahl von Mahmoud Ahmadinejad, es wurden massive Stimmen von Wahlbetrug laut.
Die harten Antworten der iranischen Behörden auf die Proteste, bei denen mehrere tausend Menschen verhaftet wurden, führten zu internationaler Verurteilung, auch in Deutschland.
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